Time of Death

Schon lustig, was so als Meilenstein des US-Martial Arts Kinos mit spektakulären Kämpfen bezeichnet wird (auf der Rückseite des Covers abgebildet).^^ Ich glaub, die Kampfszenen kann man an einer Hand abzählen, obwohl die bei weitem nicht für den nötigen Trash-Faktor sorgen. Wie das Cover zeigt ist es wohl ganz klar die 70er Jahre Mähne von Ed Parker. Und der Kerl schaut wirklich so aus wie auf dem Bild.^^ Story ist so simpel, dass in diesem Fall auch die Inhaltsangabe von CMV sehr kurz ausfällt: ein professioneller Killer namens Ed Parker erhält einen Auftrag. Er soll gleich eine ganze Bank von Zeugen aus dem Verkehr ziehen. L.A.P.D. Inspektor Hunt nimmt schließlich die Verfolgung auf, pimpert auch gleichzeitig mit der Ex-Freundin von Ed Parker herum. Ach nein, mein Fehler, ein wenig seriöser ist es schon: die Ex-Freundin hat Hunt dann doch gleich geheiratet. :P

Abgdreht ist der Film so ein wenig in ‘Starsky & Hutch’ – Marnier, mit viel funkiger Musik, aber doch sehr wenigen flotten Sprüchen. Leider krankt ‘Time of Death’ an äußerst unsympatischen Charakteren, auch die Guten sind einem wirklich egal. Gut schmunzeln kann man über die schlechten Grimassen der Darsteller und den äußerst miesen Schnitten – insgesamt aber ist der Film leider doch sehr ereignislos.

 

The Stabilizer

Ich habe mir ‘The Stabalizer’ doch etwas unterhaltsamer ausgemalt. So ein wenig mehr in ‘Starsky & Hutch’ – Manier mit schnellen Fäusten und flotten Sprüchen, Die schnellen Fäuste sind ohne Zweifel da, für meine Verhältnisse sogar zu viel, da der Film damit oftmals in Monotonie abdriftet. Nur fehlen mir hier eindeutig die Gags, auch wenn einige, manchmal etwas versteckte, Trash-Faktoren für leichte Erheiterung sorgen. So kann man sich bei der Darstellung der persönlichen Gründe für Peter’s Rachefeldzug echt nur an den Kopf fassen (Rückblenden, die schlechter nicht sein können), dann hätten wir noch eine Art ‘Mr. T’ – Verschnitt, eine lustige Erfindung, die die Kontrolle über den gesamten Drogenmarkt ermöglicht (schaut genauso schlecht aus wie es klingt) und natürlich auch grottige Darsteller insgesamt. Aber wahrscheinlich ist bei diesen Plots, die um die üblichen Drogengeschichten, Killerkommandos etc. kreisen, wohl auch nicht mehr allzu viel zu holen. Dennoch hätte ich mir gern mehr blöde Sprüche gewünscht. :P

 

Überfall der Mörderrucksäcke

Trash aus Deutschland – ich war sehr skeptisch. Im Nachhinein muss ich leider sagen: ich hatte allen Grund dazu. Der Titel lässt zunächst sehr viel erhoffen, ich hatte mit fleischigen Rucksäcken aller uns bekannten Marken, ausgestattet mit spitzen Zähnchen und einer langen Zunge, gerechnet. Diese hatten sich in meinen Gedanken schon über unschuldige Menschen hergemacht. Sie hatten sie gebissen, ihnen Lollis in den Mund gestopft und dabei, bestenfalls, genüsslich gerülpst. Meine Gedanken haben sich als Seifenblasen entpuppt. Dabei bietet die Story viel Trash-Potenzial – Killerrucksäcke, mehr braucht es nicht.

Nerven tut der Film aber zunächst mit einer äußerst billig-nervtötenden und langweiligen Liebesbeziehung. Es wird gestritten, beleidigt, gerprügelt und das viel zu lang. Zwischendurch werden bewusstseinserweiternde Drogen ausprobiert und der Zuschauer wartet und wartet vergeblich auf die blutrünstigen Rucksäcke. Mit der Zeit hatte ich schlichtweg keine Lust mehr und siehe da, die ‘Killertaschen’ bekamen ihren Einsatz. Die Effekte sind dabei leider nur mäßig gelungen, eher blutig, so richtig erkennen mag der Zuschauer aber nicht, was da Blutiges abgebildet wird. Leider amüsieren diese Szenen null, da man den Film schlichtweg bierernst aufgezogen hat. Die Mörderrucksäcke rülpsen, grunzen und japsen nicht. Einen Lolli stopfen sie ihren Opfern auch nicht in den Mund. Worüber sollte ich also lachen? Es hätte gut getan sich bei der Entstehung zu dem Film noch mal weitere Schoten wie ‘Critters’, ‘Leprechaun’ und ‘Gremlins’ anzuschauen, einfach des Humors wegen. Den kann man hier vergeblich suchen.

 

Yako – Der eiskalte Rächer

Manchmal kommt es eben doch so ganz anders. Der Film ‘Yako’ lag bei mir schon seit ca. einem Jahr ungesehen herum. Irgendwie hatte ich mich an diesen Trash nicht so recht herangetraut. Ich dachte, ich würde vermutlich schon während der ersten Viertelstunde vor Langeweile wegdämmern. Dabei wurde ich schlichtweg gut unterhalten und dennoch ist dieser Film wirklich strunzdumm. Allein schon diese ‘Rambo-möchtegern-Story’: Yako und seine Trulla sind ein Paar mit mehr Tiefen als Höhen und diese werden schauspielerisch auch richtig übel umgesetzt. Sie möchte von Beruf Tänzerin werden, erfährt nach ihrem Durchbruch allerdings, dass sie schwanger ist. Beide streiten sich – er will das Kind behalten, sie will lieber tanzen. Also verlässt sie ‘Yako’ gleich mal für einen ganzen Tag, um dann zurückgekrochen zu kommen und zu sagen: ‘Yippiehh, wir werden eine Familie!’ Zur Feier der Versöhnung wird natürlich ein Survival-Trip in den Wäldern angesetzt. Dort wird sie von einer Gruppe von Hinterwäldnern vergewaltigt und getötet. Yako schwört natürlich Rache.
Das ist die Story, wobei der Revengeteil eben ausgesprochen unterhaltsam, in einigen Szenen auch explizit, ausgefallen ist. Die Gruppe von dämlichen Hinterwäldnern besteht zudem aus vielen Personen, so dass ordentlich viele Revengeszenen zu sehen sind. Sicherlich – Yako ist kein ‘Rambo’, aber auch Yako rettet eine unschuldige Frau aus den Fängen dieser Wilden, wobei der Film dabei gleich eine Option für eine neue Lieben offen hält. Yako ist eben nicht nur ein Held, sondern auch ein Schürzenjäger. :P

 

American Warriors Extreme Weapons

Ich weiß nicht wie oft ich mir den Inhalt durchgelesen habe, verstanden habe ich ihn nie. Deshalb kann ich ihn hier auch nicht in eigenen Worten wiedergeben. Ist wahrscheinlich zu tiefsinnig für mich. ^^ Daher der Link zu diefilmfreaks.de. Beim Anschauen des Films habe ich allerdings noch weniger verstanden. Weiße, rote und blaue Ninjas hüpfen durchs Bild (wo gibt es denn sowas?), kämpfen tun sie dabei alle gleich schlecht. Ein paar bunte Ninjas mehr und man hätte die Christopher Street Day – Farben zusammengehabt. Das wäre dann ja sogar noch einfallsreich gewesen… Gut, über einige übertriebene Fight-Szenen sowie die Synchro konnte ich schmunzeln, dennoch ist ‘American Warriors Extreme Weapons’ so schlecht, dass er eben nicht mal mehr gut ist. Die Musik erst… grottig. Das Ende wiederum fetzt und ich fühlte mich so ein wenig an Tarantinos ‘Death Proof’ erinnert. Alles in allem werde ich bei diesem Trash wohl keinen zweiten Versuch starten. ;)

 

Lady Terminator

Ein weiblicher, indonesischer Terminator-Import – zugegeben, das hat was, ganz so viele indonesische Trashfilme kenne ich jetzt auch nicht. :D Hier ist es der böse Geist einer einst blutrünstigen und männermordenden Südsee-Königin, die Besitz von der freundlichen und attraktiven Wissenschaftlerin Tania nimmt. Die ist anschließend natürlich alles andere als freundlich, eher wortkarg, aber halt immer noch attraktiv, was natürlich auch noch im Auge des jeweiligen Betrachters liegt. Die Geschichte ist nicht so der Brüller, dafür doch sehr trashig umgesetzt, wobei mir die brüllend-komischen Einlagen etwas fehlen. Ebenso verfällt ‘Lady Terminator’ bei dem reichlichen Geballer schnell in eine gewisse Monotonie, wirklich lustige Dialoge sind hier Mangelware.
Im habe im Netz schon einige volle Punktzahl-Bewertungen gelesen, ganz teile ich die Meinung nicht. Sicher, billig ist ‘Lady Terminator’, eine kleine Hommage an den guten alten Arnie ist er sicherlich auch (allein die schwermütigen, philosophischen Monologe am Beginn und Ende des Films sind der Brüller, volle Endzeitstimmung^^), aber ich habe dennoch schon deutlich unterhaltsamere Filme in der Trash Collection gesehen. Vlt. war ich aber nicht in der richtigen Stimmung, vlt. gefällt er mit beim zweiten Mal besser…wir werden sehen.

 

Top Mission

Es waren einmal drei Freunde, die etwas kämpfen konnten – Agenten, um genauer zu sein. Der eine wollte sich nicht mehr in diesem farbig-billigen Ninja-Kostüm mit dem schlechten Schweißbändern sehen lassen (im Grunde hat er sich für seine Freunde auch geschämt) und wurde abtrünnig. Er entschloss sich dazu selbst Anführer einer Terrorgruppe zu werden und hatte es dabei auf eine Laserwaffe abgesehen…So ähnlich könnten man den Action-Trash in ‘Top Mission’ kurz zusammenfassen. ;)
Das Highlight sind hier tatsächlich die üblen Ninja-Kostüme mit den grausigen Masken und Stirnbändern, auf denen das Word ‘Ninja’ eingestickt ist, in welche das einstige Trio immer dann schlüpft, wenn sie ihre Kampfsessions mit- und gegeneinander ausführen. Die Dialoge bzw. die Synchro ist an manchen Szellen ganz witzig geworden, trifft aber hauptsächlich nur auf unsere beiden Hauptcharaktere zu, die ihren abtrünnigen Ex-Kumpel aufspüren wollen. Zwar ist ‘Top Mission’ für seine Low Budget – Verhältnisse actionreich, jedoch ist die gezeigte Action einfach mal billig und sehr monoton. Hat man eine Schusswechsel gesehen, kennt man sie alle. Einzig der ein oder andere blöde Spruch lässt einen den Film durchhalten, aber insgsamt fällt ‘Top Mission’ doch langatmiger aus als zunächst angenommen.

 

The Ripper

Jeder kennt die Erzählungen um Jack the Ripper. Dieser Film spinnt die Figur einfach mal weiter bzw. entwickelt eine neue Story um diese. Im Mittelpunkt steht dabei ein alter Ring, der beim letzten Opfer gefunden wurde und nun wieder im Umlauf ist.
‘The Ripper’ ist ein ganz übler Trash-Film, der sich groß mit dem bekannten Namen Tom Savini schmückt, der allerdings gerad mal einen Auftritt von wenigen gequälten Minuten hinlegt – Rekordzeit, dafür, dass sein Name weit oben angeführt wird. Schon das Lesen des Inhalts zieht sich in die Länge. Schaut man sich den Film dann an, wird es noch wesentlich schlimmer – so viele Längen und es passiert einfach mal so wenig. Allein schon bei der Anfangssequenz, ein Frauenmord im alten London, hatte ich mir bereits das Ende herbeigesehnt. Ich hatte aber noch gut 90 Minuten vor mir. Allein der Bildqualität sieht man das mangelnde Budget an (Super 8 und mindestens genauso schlecht wie eine alte VHS-Kassette). Den Höhepunkt sehe ich hier in einer Aerobicszene, in der mehrere schlecht gekleidete Damen zu grooviger Musik rumhampeln. Dennoch überwiegend ein riesen Desaster mit schauspielerische Nullnummern, inklusive Savini undt seinen hässlichen Kontaktlinsen. Hier und da gibt es nicht nennenswerte Goreszenen. Insgesamt aber kann man ‘The Ripper’ wohl kaum ohne Vorspultaste überstehen. :(

 

Dieser japanische Monsterfilm wurde zurecht von CMV in die Trash Collection aufgenommen. Warum? – Man nehme ein japanischen Jungen, male ihn überall schwarz an (auch die Hände hat man hierbei nicht vergessen), verpasse ihm einen Lockenkopf und schon hat man einen exotischen Inselbewohner. ^^ Natürlich sind da auch noch die Gummi-Hühner, Gappa, zu erwähnen. Mit ihrem nicht vorhandenen Flügelschlag beim Fliegen, ihre Fähigkeit Elektrizität zu speien (und nein, es sind keine Laserstrahlen, diese hier sind blau) und ihr Plastikfell sind es würdig, in die Trash-Reihe aufgenommen zu werden. Dennoch, ‘Gappa’ ist äußerst sympatischer Trash. Die Plastik-Gappa wurden mit viel Liebe umgesetzt, so schrottig sie auf den ersten Blick auch aussehen mögen. Sie zeigen sich als liebevolle und friedfertige Lebewesen und sind nur deshalb auf 180, da man ihr einziges Kind entwendet hat. In ihrem Schmerz können sie sogar Tränen vergießen. Und jetzt mal ehrlich, welcher Mensch würde in der gleichen Situation nicht ebenso agieren/reagieren? :P
Klar, dass man als Zuschauer die Eltern-Gappa in ihrer Zerstörungswut nur unterstützt und mit ihnen mitfiebert. Erdbeben und Tsunamis verursacht durch Gappa…die japanischen Monsterfilme haben schon was.

 

Metropolis 2000

Ich kann mit ‘Metropolis 2000′ kaum etwas anfangen. Es sind nicht einmal die Charaktere bzw. darstellerischen Leistungen, die hier nerven. Der Film will einen Endzeitfilm darstellen, kommt aber rein gar nicht endzeitmäßig herüber. Dafür ist die Kulisse nur allzugewöhnlich. Tonnenweise Alufolie und schlechte Kostüme (in der Hinsicht ist ‘Metropolis 2000′ bestens in der Trash Collection aufgehoben) bewirken kein zweites ‘Mad Max’, auch nicht in der amüsanteren Version…eher in der, die deutlich mehr Kopfschmerzen hervorruft, wenn man hier die äußerst nervige Geräuschkulisse berücksichtigt. Menschen mit Hang zur Migräne rate ich den Film ab – ehrlich^^.
Es ist die übliche Endzeitstory: nach einem atomaren Krieg herrscht Anarchie, Banden bekämpfen sich untereinander und dazwischen klemmen irgendwo die Guten. Von der Storyline nimmt sich der Film furchtbar ernst, so dass ich hier auch nicht von einem ‘spaßigen Zeitvertreib’ reden kann. Anstrengender Trash – leider. :(